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Vernetzungsstellen für Seniorenernährung

Im Rahmen der Ernährungsinitiative des BMEL für Seniorinnen und Senioren fördert Bundesministerin Julia Klöckner die Einrichtung von Vernetzungsstellen für Seniorenernährung oder vergleichbare Institutionen in allen Bundesländern. Förderbescheide gingen jetzt an Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Zum Thema Ernährung Für die Zielgruppe Ältere

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner im Gespräch mit drei Seniorinnenn
Bundesernährungsministerin Julia Klöckner im Februar 2019 in einem Seniorenheim in Bonn. Bild: BMEL/photothek.net/Ute Grabowsky

Im Jahr 2050 wird jeder Dritte in Deutschland über 60 Jahre alt sein. Daher hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, eine Ernährungsinitiative für Seniorinnen und Senioren gestartet. Für eine gesunde Ernährung im Alter. Denn: 84 Prozent der 70 bis 80-jährigen Männer und 74 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe sind übergewichtig oder leiden sogar unter Adipositas.

Kernelement der Initiative ist die Einrichtung von Vernetzungsstellen für Seniorenernährung in allen Bundesländern.

Die Vernetzungsstelle für Seniorenernährung Baden-Württemberg sowie ein Projekt zur Öffnung der Verpflegungsleistungen von Senioreneinrichtungen für noch zu Hause lebende Senioren fördert die Bundesernährungsministerin mit 845.000 Euro. Die entsprechenden Förderbescheide hat Julia Klöckner im Juni 2020 an die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz des Landes Baden-Württemberg, Friedlinde Gurr-Hirsch, übergeben.

In Rheinland-Pfalz fördert das Bundesernährungsministerium die Vernetzungsstelle für Seniorenernährung mit über 330.000 Euro. Den Förderbescheid übergab Bundesernährungsministern Julia Klöckner der rheinland-pfälzischen Ministerin für Ernährung, Ulrike Höfken, in Bonn.

Die Vernetzungsstellen bieten Beratung, vermitteln Wissen und vernetzen die Akteure. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Verbesserung

  • der Qualität der Verpflegungsangebote in Senioreneinrichtungen und von mobilen Menüdiensten sowie
  • der Verpflegungssituation von Seniorinnen und Senioren, die sich zu Hause oder in ambulanten Wohngemeinschaften selbst versorgen oder dort von Angehörigen betreut werden.

Julia Klöckner: „Ernährungskompetenz schafft Lebensqualität – gerade auch im Alter. Mit den Vernetzungsstellen nehmen wir die besonderen Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren in den Blick. Denn in dieser Altersgruppe spielt das Essen auch hinsichtlich der sozialen Teilhabe eine entscheidende Rolle. Um Wissensvermittlung und Beratung geht es. Und darum, die Qualität der Verpflegung zu verbessern – in Einrichtungen und bei mobilen Menüdiensten: Wir wollen erreichen, dass flächendeckend die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur Anwendung kommen.“

Hintergrund Vernetzungsstellen

Im Rahmen der Ernährungsinitiative für Seniorinnen und Senioren sollen in allen Bundesländern Vernetzungsstellen für Seniorenernährung oder vergleichbare Institutionen eingerichtet werden. Sie bieten Beratung, vermitteln Wissen, vernetzen die Akteure und sollen so dabei helfen, bundesweit das Essensangebot in Seniorenheimen sowie von Essen auf Rädern durch flächendeckende Anwendung der Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. zu verbessern. Außerdem sollen die Vernetzungsstellen auch einen Beitrag zur Förderung der sozialen Teilhabe von älteren Menschen leisten. Die Einrichtung der Vernetzungsstellen wird in den ersten fünf Jahren durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Bundesländer mit jährlich 2 Mio. Euro gefördert.

Im Bereich der Kita- und Schulverpflegung bestehen bereits flächendeckend solche Vernetzungsstellen in den Ländern. Die Vernetzungsstellen Kita- und Schulverpflegung unterstützen Schulen und Kitas bei der Gestaltung eines gesunden Verpflegungsangebotes. Sie bieten umfassende Informationen zum Thema Verpflegung an, organisieren Fortbildungsveranstaltungen und vermitteln kompetente Fachkräfte für die Beratung. Die finanzielle Förderung für die Einrichtungen hatte die Bundesministerin nach Amtsantritt verdoppelt.

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