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Wandern macht gesund

Was versteht man unter Gesundheitswandern und wie wirkt es sich auf das physische und psychische Wohlbefinden aus? IN FORM stellt die Ergebnisse der Gesundheitswander-Studie vor.

Zum Thema Bewegung Für die Zielgruppe Allgemein

Eine Gruppe von Wanderern im Wald.
Wandern ist gesund für Körper und Seele. Dies zeigt eine aktuelle Studie der BKK Pfalz. Bild: aquaphoto/stock.adobe.de

Anlass für die Studie war es, Menschen in körperliche Aktivität zu bringen und ihnen Freude an Bewegung zu vermitteln. Denn der Bewegungsmangel in der Bevölkerung steigt von Jahr zu Jahr.

An der Studie der SRH Hochschule für Gesundheit im Auftrag der BKK Pfalz nahmen insgesamt 56 Probanden teil, die aufgeteilt in zwei Gruppen über einen Zeitraum von 10 Wochen regelmäßig an Gesundheitswanderungen teilnahmen.

Was ist Gesundheitswandern?

Auf einer kurzen Wanderstrecke von ca. 3 Kilometern wird das Wandern bzw. Gehen mit Übungen zur Verbesserung der Motorik, Koordination und der Muskulatur miteinander verbunden. Dabei dauert eine solche Gesundheitswanderung im Schnitt nur 90 Minuten und wird meist von zertifizierten Gesundheitswanderführern geleitet. Dies ist allerdings kein Muss, denn die einfachen Übungen können auch ohne Wanderführer ausgeführt werden. Einige Beispielübungen finden sich auch in dem Buch "Gesundheitswandern – Auswirkungen auf das physische und psychische Wohlbefinden" oder auf der Internetseite der BKK Pfalz

Auswirkungen auf die Gesundheit

Um zu beurteilen, wie sich das Gesundheitswandern auf die körperliche und seelische Gesundheit sowie die Motivation zu einem bewegten Lebensstil auswirkt, wurden folgende Leitfragen formuliert:

  • Können die Biomarker wie der Körperfettanteil, das organische Fettgewebe oder die Muskelmasse beeinflusst werden?
  • Wie wirkt sich das Gesundheitswandern auf physische und psychische Parameter aus?
  • Ist es mit regelmäßigem Training mittels Gesundheitswanderungen möglich, das subjektive Wohlempfinden zu verbessern?

Zudem war es für die Forscher und Forscherinnen interessant, ob die Motivation der Studienteilnehmenden für mehr Bewegung nach fünf oder zehn Gesundheitswanderungen langfristig angeregt wurde.

Ergebnisse

Wandern hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Neben der Stärkung des Immunsystems, der Risikoreduzierung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Senkung des Blutzuckerwertes konnten die Forscher folgende Ergebnisse verzeichnen:

  • 58 Prozent der Probandinnen und Probanden konnten ihren Body Mass Index (BMI) reduzieren.
  • 86 Prozent der Teilnehmenden konnten Körperfett reduzieren (im Durchschnitt um 1,3 Kilogramm).
  • 72 Prozent der teilnehmenden Personen konnten Muskelmasse aufbauen (im Durchschnitt um 0,84 Kilogramm).
  • 44 Prozent verringerten im Studienzeitraum ihren Bauchumfang um durchschnittlich 1,9 Zentimeter.

Aber auch eine Verbesserung des Blutdrucks, besonders deutlich bei Teilnehmenden mit geringen Blutdruckproblemen, konnte festgestellt werden. Schließlich lag bei 70 Prozent der Probandinnen und Probanden das subjektive Wohlbefinden höher als noch zu Beginn der Studie.

Aktiv werden

Es braucht nicht viel, um selbst Gesundheitswandern zu gehen. Viele nützliche Tipps werden auf wanderfit – Eine Initiative der BKK bereitgestellt. Zusätzlich werden auch Gesundheitswanderungskurse mit zertifizierten Gesundheitswanderführern angeboten. Diese sind im Veranstaltungskalender aufgelistet.

Auf den Seiten des Deutschen Wanderverbands finden sich eine große Auswahl an Wanderrouten und Bewegungsübungen.

Dieser Artikel ist Teil folgender Serie:

Serie zur Serie
Radfahrer fährt einen Hügel auf einer Wiese hinunter

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