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Grundlagenforschung, Ernährungsberater-App und neue Lebensmittel

DietBB, enable, NutriAct, nutriCARD – vier Kompetenzcluster, ein Ziel: Die Bekämpfung nicht übertragbarer Zivilisationskrankheiten.

Zum Thema Ernährung Lebensmittel Für die Zielgruppe Allgemein

Forscherin in einem Labor, davor verschiedene Lebensmittel und ein Mikroskop
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der vier Kompetenzcluster der Ernährungsforschung präsentieren im Mai 2021 zentrale Ergebnisse der gemeinsamen interdisziplinären Forschungsaktivitäten. Bild: Alexander Raths/stock.adobe.com

Bei einem dreitägigen, virtuellen Kongress 2021 zum Ende der sechsjährigen Förderphase durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), präsentierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zentrale Ergebnisse der gemeinsamen interdisziplinären Forschungsaktivitäten. Die Forschungsverbünde haben wichtige Ergebnisse in der Grundlagenforschung erreicht sowie Ernährungsstrategien und gesundheitsförderliche Lebensmittelprodukte entwickelt. Wie interdisziplinär, innovativ und vielfältig die Cluster arbeiten, zeigt die Bandbreite der Leuchtturmprojekte:

 

  • Bei DietBB stehen Analysen zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Gehirngesundheit im Fokus. Als Grundlage für die Untersuchungen, wie sich Ernährung auf das Risiko für die Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen auswirkt, wurde eine umfassende Biobank mit Proben mehrerer Kohortenstudien sowie der DietBB-Interventionsstudie erstellt. Mittels der Interventionsstudie wird die Auswirkung verschiedener Ernährungsweisen auf das Erkrankungsrisiko sowie das Immunsystem und das Darmmikrobiom untersucht. Zur besseren Erfassung der Nahrungsaufnahme in Studien wurde die App NutriDiary entwickelt.
  • Der enable-Cluster steht für die Entwicklung altersangepasster Ernährungskonzepte – von Geburt bis ins Seniorenalter, unter anderem durch den Einsatz von IT-Lösungen und 3D-gedrucktem Essen. Ein weiterer Fokus ist die Entwicklung gesünderer Convenience-Produkte wie Fast Food-Erzeugnisse (z.B. Burger, Pizza oder Leberkässemmel).
  • NutriAct-Highlights sind unter anderem die ersten Zwischenergebnisse der großangelegten dreijährigen NutriAct-Ernährungsstudie, welche die Wirksamkeit und Akzeptanz einer Ernährungsempfehlung für gesünderes Altern untersucht. Zudem wurden in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen dazu passende Lebensmittel entwickelt sowie Strategien für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung gerade im familialen Kontext erarbeitet.
  • nutriCARD hat zahlreiche ernährungsphysiologisch optimierte Lebensmittel bis zur Marktreife entwickelt, darunter Wurstwaren, Patties für Burger, Backwaren und mehrere Speiseeissorten. Mit der nutriCARD-App wurde der Einsatz des Handys als mobiler Ernährungsberater initiiert. Im Bereich Ernährungskommunikation und Bildung reicht das Spektrum von Social-Media-Studien über Unterrichtsbegleitmaterialien bis hin zur Entwicklung von Qualitätskriterien für guten Ernährungsjournalismus.

Seit 2015 fördert der Bund mit den Kompetenzclustern der Ernährungsforschung gezielt die deutsche Ernährungsforschung und angrenzende Disziplinen mit insgesamt 24 Zuwendungsempfängern und vier etablierten Nachwuchsgruppen. Durch die Einbindung von insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen haben die Cluster zudem die anwendungsorientierte Ausrichtung ihrer Forschung sichergestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist seit 2015 Teil der Kompetenzcluster der Ernährungsforschung. Im Rahmen des Kompetenzclusters DietBB hat die DGE die Bekanntheit der offiziellen lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen (FBDG), die sie herausgibt, in der ersten Förderphase evaluiert. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen untersuchte die DGE in der zweiten Förderphase Kommunikationsstrategien und Medien, die dazu dienen, die 10 Regeln der DGE an spezifische Zielgruppen verhaltenswirksam zu vermitteln. Außerdem informiert die DGE, zuständig für die clusterübergreifende Kommunikation seit 2018, die Öffentlichkeit über den Forschungsstand der Cluster und clusterübergreifende Aktivitäten, wie gemeinsame Fachveranstaltungen und Summer Schools.

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
Ariadne Thanos
Kommunikation der Kompetenzcluster der Ernährungsforschung
Tel.: 0228 3776-664
E-Mail: thanos@dge.de
Webseite: https://www.dge.de/presse/kontakt/

Dieser Artikel ist Teil folgender Serie:

Serie zur Serie
Hände halten ein Tablet in der Hand, auf dem eine Statistik aufgerufen ist

Studien Ernährung/Bewegung

Die wichtigsten Grundsatzstudien rund um die Themen Ernährung und Bewegung bilden die Grundlage für den Nationalen Aktionsplan IN FORM.