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Frohe Ostern!

Osterzeit ist Eierzeit – Die wichtigsten Fakten zum Umgang mit Eiern im Haushalt hat IN FORM zusammengestellt und wünscht schöne Feiertage.

Zum Thema Lebensmittel Für die Zielgruppe Allgemein

Eier in unterschiedlicher Färbung liegen vor den farbig passenden Lebensmitteln
Eier werden zu den Feiertagen bunt gefärbt. Mit Hilfe unterschiedlichster Lebensmitteln bekommt man farbenfrohe Ostereier. Bild: arinahabich / stock.adobe.com

Zur Osterzeit werden Eier nicht nur liebevoll bunt gefärbt und versteckt, sondern auch mit Appetit verzehrt. Im Jahr 2019 verbrauchte bundesweit jeder Einwohner 236 Eier. Laut Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stieg damit der Pro-Kopf-Verbrauch um 2 Eier.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) meint: "Genießen Sie - mit oder ohne selbstgesuchtem Ei - die Lebensmittelvielfalt bewusst und ausgewogen nach den 10 Regeln der DGE. Mit einem hohen Anteil an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und ausgewählten Lebensmitteln tierischer Herkunft auf Ihrem Speiseplan liegen Sie nicht nur zur Osterzeit richtig!"

Bei der weiteren Verwertung von Eiern im Haushalt gibt es einige Dinge zu beachten:

Hinweis

Die Infografik zeigt den gestiegenen Selbstversorgungsgrad mit im Land erzeugten Eiern.

Ostereier gehören in den Kühlschrank

Eier gehören zu den empfindlichen Lebensmitteln. Rohe Eier sollten im Kühlschrank bei etwa 7 Grad Celsius gelagert werden. Eier haben eine natürliche Schutzschicht, die sie vor Keimen schützt. Waschen Sie deshalb Eier nicht ab, bevor Sie sie in den Kühlschrank sortieren.

Für Ostereier verwenden Sie möglichst ganz frische Eier. Kochen Sie Ostereier je nach Größe ungefähr zehn Minuten lang. Danach bitte nicht kalt abschrecken. Andernfalls könnten Keime von aussen durch kleine Risse in der Schale in das Innere des Eis gelangen. Gekochte Eier sollten Sie nach Möglichkeit im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von vier Wochen verbrauchen.

Benutzen Sie zum Färben von Ostereiern grundsätzlich geeignete Lebensmittelfarben (zu erkennen an den E-Nummern). Noch besser sind ganz natürlich Techniken wie das Färben beispielsweise mit Zwiebelschalen, Spinat, Roter Bete oder Rotkohlblättern.

Hart gekochte, bunt gefärbte Eier, wie es sie überall zu kaufen gibt, sind zusätzlich zur Farbe mit einem Schutzlack behandelt, der Keime abhalten soll. Diese Eier tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum, an dem Sie sich orientieren können. Allerdings sollten Sie auch gefärbten Eier im Kühlschrank aufbewahren und darauf achten, dass die Schale nicht beschädigt ist.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat einige Hygienetipps zum Umgang mit Eiern zusammengestellt:

Frischetest

Auf den Verpackungen von Eiern ist immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben, nach dessen Ablauf Eier nur noch vollständig durch erhitzt als gekochtes Osterei, Rührei o.ä. gegessen werden dürfen. Ob ein Ei noch frisch ist, erkennen Sie am Schwimm-Trick: Frische Eier sinken in einem Glas voll Wasser nach unten. Je älter die Eier sind, desto weiter oben schwimmen sie. Das liegt daran, dass sie Luftkammer im Ei mit der Zeit größer wird und für mehr Auftrieb sorgt.

Vorsicht bei Speisen mit rohen Eiern

Tiramisu, Mousse au Chocolat, Majonäse … Es gibt eine Reihe von Speisen, die traditionell mit rohen Eiern zubereitet werden. Wegen der Gefahr einer Salmonellenbelastung auf der Schale und (seltener) im Inneren des Eis sollten vor allem empfindliche Menschen wie Kleinkinder, Schwangere, Kranke und Ältere darauf verzichten. Unser Tipp für alle: im Zweifel vegane Alternativen bevorzugen!

Osterbastelei: Eier sicher auspusten

Das Anmalen und Basteln mit ausgeblasenen Eiern macht Kindern großen Spaß. Aber leider besteht auch hier die Gefahr, dass Eier mit Salmonellen verunreinigt sein können. Deshalb sollten Kinder unter fünf Jahren überhaupt nicht mit rohen Eiern in Kontakt kommen. Eine sogenannte Salmonellose mit Durchfall, Erbrechen und Kopfschmerzen kann bei ihnen (wie bei den anderen empfindlichen Gruppen) deutlich schwerer verlaufen.

Das BfR empfiehlt, Eier vor dem Ausblasen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel zu waschen. Nach Möglichkeit sollten die Eier nicht direkt mit dem Mund ausgeblasen werden, sondern beispielsweise durch einen Strohhalm oder einen kleinen Blasebalg aus dem Bastelgeschäft.

Damit Kinder die Eierschalen später gefahrlos anmalen können, sollten Sie sie erneut von innen und aussen mit Wasser und Seife säubern. Die ausgeblasene Eimasse möglichst schnell weiterverarbeiten, etwa zu Rührei oder gut durchgebackenem Kuchen.

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