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Badminton

Federball, Badminton oder Speedminton – das Spieltempo bestimmen Sie! Es kommt auf Schnelligkeit und Koordination an.

Zum Thema Bewegung FĂĽr die Zielgruppe Allgemein

Sportler von hinten in der Halle mit Schläger und Federball in der Händen
Bei dem RĂĽckschlagspel Badminton handelt es sich um eine Wettkampfsport, die nach festen Regeln gespielt wird. Bild: Jari Hindstroem/stock.adobe.com

...fordert Spielwitz und Schnelligkeit – ein Sport für Technik-Liebhaber und Taktiker

Badminton ist ein schnelles Rückschlagspiel, bei dem es neben der nötigen Ausdauer auf taktisches Geschick ankommt. Der Federball („Shuttlecock“) wird dabei in einem rechteckigen Spielfeld über ein Netz gespielt.

Anders als beim Federball im landläufigen Sinn spielen sich die Sportler beim Badminton den Ball nicht zu, sondern versuchen den Federball für den Gegner unerreichbar im Feld zu platzieren. Mögliche Spielvarianten sind das Einzel, Doppel oder Mixed.

Badminton wird in einer Halle gespielt. Wer eine ruhige Freizeitvariante fĂĽr die Wiese oder den Strand sucht, spielt Federball. Trendsport-Potenzial fĂĽr den SpielspaĂź drauĂźen hat das sogenannte Speedminton, bei dem Schläger und Bälle robuster und schwerer sind. So fliegen die Bälle auch bei Wind stabil und können schnell und weit gespielt werden. 

Warum Badminton?

Ganz klar, wer Badminton spielt, gewinnt schnell an Fitness.

Denn Badminton...

  • erfordert viel Ausdauer, vor allem bei längeren Ballwechseln im gesamten Spielfeld
  • schult die Konzentration und taktisch-räumliches Denken. Beim Badminton ist das Ziel, Schläge kontrolliert auszufĂĽhren und Ballwechsel vorauszuplanen, um den Gegner laufen zu lassen.
  • verlangt eine gute und kraftvolle Technik. Wer verschiedene Schlagtechniken beherrscht, ist im Vorteil.

Ein Badmintonfeld besteht aus zwei Spielfeldhälften, die durch ein hoch gespanntes Netz voneinander getrennt sind. Linien zeigen die Spielfeldgröße an und die weitere Unterteilung des Feldes:

  • Aufschlaglinie: Die (vordere) Aufschlaglinie verläuft paralell zum Netz. Um einen Ballwechsel zu beginnen, schlagen Sie hinter der (vorderen) Aufschlaglinie auf. Der Ball muss hinter der (vorderen) Aufschlaglinie des Gegners landen.
  • Seitenlinien: Die Seitenlinien begrenzen das Spielfeld zur Seite hin. FĂĽr ein Einzel (zwei Spieler spielen gegeneinander) nutzen Sie die inneren Seitenlinien. Wenn Sie mit einem Doppelpartner im Team spielen, orientieren Sie sich an den äuĂźeren Linien. Wird ein Ball neben die Seitenlinie geschlagen, gilt dies als "Aus".
  • Mittellinie: Unterteilt das Spielfeld in eine linke und rechte Spielfeldhälfte. FĂĽr den Aufschlag ist es wichtig, den Ball diagonal in das Feld des Gegners zu schlagen.
  • Hintere Linien (rĂĽckwärtige Begrenzungslinien oder auch hintere Aufschlagslinien): Beim Blick auf das Spielfeld fallen zwei hintere Linien auf. Die weiter im Feld gelegene gilt nur im Doppel. Sie ist die  hintere Begrenzungslinie fĂĽr den Aufschlag im Doppel. Ansonsten brauchen Sie diese Linie im Spiel nicht zu beachten.
    Dagegen ist immer die ganz hinten gelegene Linie für Sie relevant. Denn egal ob im Einzel oder im Doppel: Die hinterste Linie ist die äußerste Begrenzunglinie des Spielfelds nach hinten. Bälle, die hinter dieser Linie landen, sind im "Aus".

Tipps

FĂĽr Anfänger: Ăśben Sie den richtigen Griff des Rackets. Greifen Sie, als ob Sie jemandem die Hand geben möchten. Schlagen Sie locker aus Unterarm und Handgelenk, nicht angestrengt aus dem Oberarm heraus. So gelingen auch schnelle Bälle ohne ĂĽbermäßigem Kraftaufwand.

Versuchen Sie, den Ball möglichst flach ĂĽber das Netz zu spielen ("Drive"). Damit vermeiden Sie, dass der Gegner mit einem Schmetterball ("Smash") pariert. Weitere Varianten sind der lange hohe Ball bis an die hintere Begrenzungslinie des Gegners ("Clear") und der kurze Ball hinter das Netz (Stoppball oder "Drop"). 

Regeln in KĂĽrze

Gespielt wird nach Punkten und Sätzen. Der Federball wird innerhalb der Spielfeldbegrenzung ĂĽber das Netz gespielt. Kann ein Spieler im Verlauf des Ballwechsels ("Rally") den Ball nicht zurĂĽckspielen oder spielt er ins "Aus", gibt es einen Punkt fĂĽr die Gegenseite. Wer 21 Punkte erreicht, hat den Satz gewonnen. Nach zwei Gewinnsätzen ist das Spiel entschieden. 

Die AusrĂĽstung

Zur Ausrüstung gehören beim Badminton:

  • Netz: Dies wird in Badminton-Hallen gestellt.
  • Schläger: Bei den meisten Badminton-Hallen können Sie Badminton-Schläger (Rackets) gegen GebĂĽhr leihen. Wenn Sie einen eigenes Badminton-Racket erwerben möchten: Lassen Sie sich umfassend beraten, welche Schläger-Art fĂĽr Ihren Spielstil passend ist.
    Haben Sie einen altes Racket? Dann empfiehlt es sich, die Bespannung zu ĂĽberprĂĽfen und gegebenenfalls wechseln zu lassen.
  • Federball (Shuttlecock): FĂĽr gelegentliches Spielen sind Kunststoff-Bälle ausreichend. Wenn Sie ambitioniert spielen können Sie in Shuttlecocks aus Naturfedern investieren. Diese bestehen aus Gänsefedern und Kork – sie weisen ein deutlich besseres Flugvermögen auf, sind aber schnell unbrauchbar.
  • Kleidung: Hallenschuhe mit gutem Halt sind beim Badminton wichtig. Bei der Kleidung ist ĂĽbliche Sportkleidung ausreichend. Funktionskleidung ist empfehlenswert, die Feuchtigkeit nach auĂźen ableitet und schnell trocknet.

Tipps

FĂĽr Fortgeschrittene: Achten Sie auf Ihre Bein- und Laufarbeit. Denn so können Sie noch effizienter spielen und auch die äuĂźeren Ecken des Spielfeldes abdecken. Spielen Sie variationsreich und ĂĽberraschend: Planen Sie Ihre Schläge genau und spielen Sie auch gezielt die AuĂźenbereiche des Felds an. Ihr Ziel: Den Gegner laufen lassen und selbst Kraft sparen.

Dieser Artikel ist Teil folgender Serie:

Serie zur Serie
Radfahrer fährt einen Hügel auf einer Wiese hinunter

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