IN FORM

Weiterentwicklung des Aktionsplans IN FORM ab 2021

Die Bundesregierung hat am 9. Juni 2021 den von der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und vom Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, vorgelegten Aktionsplan "Weiterentwicklung IN FORM" beschlossen.

Zum Thema Ernährung Bewegung Für die Zielgruppe Allgemein

Generationenbild - Zwei Kinder, zwei jüngere Erwachsene, zwei ältere Erwachsene
Der Nationale Aktionsplan IN FORM ist in allen Lebenswelten aktiv. Bild: Wavebreak Media Micro / fotolia

Mit  IN FORM - Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung werden Maßnahmen zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten umgesetzt. Die Weiterentwicklung sieht vor, auf der Grundlage der bisherigen Zielsetzung des Aktionsplans bewährte Maßnahmen fortzuführen und durch neue Aktivitäten, die die aktuellen gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Bedingungen aufgreifen, zu ergänzen.

Wesentliche Punkte des weiterentwickelten Nationalen Aktionsplans IN FORM

Fokus auf besondere Lebensphasen und Zielgruppen

Schwangerschaft und frühe Kindheit haben einen maßgeblichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Im Alter wiederum können gesunde Ernährung und Bewegung viel zu einem selbstbestimmten Leben bei guter Gesundheit und hohem Wohlbefinden beitragen.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten des Aktionsplans wird gelegt auf:

  • die ersten 1.000 Tage im Leben,
  • die besonderen Bedürfnisse von Kindern sowie
  • von Seniorinnen und Senioren

 

Vulnerable Gruppen stärker im Blick

Zukünftig sollen vulnerable Bevölkerungsgruppen mit besonderem Unterstützungsbedarf verstärkt in den Blick genommen werden. Das betrifft die Vermittlung von Kompetenzen für eine gesunde und nachhaltige Ernährung und Bewegung. In diesem Zusammenhang soll die strategische Partnerschaft mit bundesweiten Verbänden und Institutionen und die Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen intensiviert werden.

Stärkung der Verhältnisprävention

Die Rahmenbedingungen für einen gesunden Lebensstil mit abwechslungsreicher Ernährung und täglicher Bewegung sollen verbessert werden.

Die Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung werden weiterverbreitet. Es ist geplant, eine zentrale Ansprechstruktur für Bewegungsförderung zu schaffen, die die Kompetenzen in diesem Bereich bündelt und Akteure, die sich in Kitas, Schulen, Betrieben und Senioreneinrichtungen für Bewegungsförderung einsetzen, unterstützt.

Im Bereich Ernährung soll erreicht werden, dass die im Rahmen von IN FORM entwickelten DGE-Qualitätsstandards für die Kita- und Schulverpflegung deutschlandweit verbindlich umgesetzt werden.

Pandemiebedingte Herausforderungen

Die Maßnahmen zur Pandemieeindämmung wie Kontaktbeschränkungen, Homeoffice oder Homeschooling haben das Ernährungs- und Bewegungsverhalten vieler Menschen verändert. Die Auswirkungen werden bei der Ausgestaltung der IN FORM-Maßnahmen berücksichtigt. Der weiterentwickelte Aktionsplan sieht vor, Bewegungsmangel, Fehlernährung und Übergewicht als Folge der pandemiebedingten Einschränkungen im öffentlichen Leben in den Blick zu nehmen.

Digitalisierung

Es werden alternative Zugangswege zu gesundheitsfördernden Maßnahmen geschaffen und Aktivitäten angepasst. Digitale Formate können hierbei unterstützen und sollen auch nach der Pandemie als wichtiges Instrument in der Gesundheitsförderung und Prävention noch stärker berücksichtigt werden. Zur Verbreitung von Ernährungsinformationen und Bewegungsangeboten sowie zur verbesserten Netzwerkbildung werden die Möglichkeiten der Digitalisierung weiter intensiviert.

Klima- und Umweltschutz

Der Aktionsplan IN FORM kann einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des "European Green Deal" mit der "Farm to Fork"-Strategie leisten. Insbesondere in der Gemeinschaftsverpflegung werden die Beschlüsse des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung einfließen (Anforderungen an die nachhaltige Entwicklung des Ernährungssystems). Neben der gesundheitsförderlichen Wirkung kann zudem Alltagsbewegung, z.B. Zufußgehen oder Radfahren einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten.

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